Forschungsarbeit

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M&A Monitor August 2026

Jelle Stuij

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Vorwort

Wir freuen uns, Ihnen hier die 16. Ausgabe des M&A Monitor DACH vorstellen zu dürfen.

Mit dem Monitor stellen wir Ihnen Daten und Trends aus dem 1. Halbjahr 2026 für Unternehmen aus der DACH-Region mit einem Umsatz zwischen 1 Million € und 50 Millionen € zur Verfügung.

Der Dealsuite DACH Monitor gibt Ihnen regelmäßige Einblicke in relevante Aspekte des Marktes. So sorgen wir für ein besseres Marktverständnis und zusätzliche Transparenz, um zu mehr und besseren Transaktionen beizutragen.

Dealsuite ist das vollständigste Tool für M&A Professionals in Europa und bringt alle Akteure im M&A-Ökosystem auf eine einfache und intuitive Art zusammen.

I Transaktionen

Transaktionsvolumen bleibt weitgehend stabil, Zuwächse überwiegen Rückgänge

Die Anzahl der Transaktionen ist ein zentraler Indikator für die Dynamik im KMU-M&A-Markt. Die Berater wurden gefragt, wie sich die Anzahl der abgeschlossenen Transaktionen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 entwickelt hat.

Dealmix verschiebt sich in Richtung der Bandbreite von 7,5 bis 10 Millionen €

Der Dealmix verschob sich in H1-2026 in Richtung der Bandbreite von 2,5 bis 10 Millionen €, wobei die größten Zuwächse in der Bandbreite von 7,5 bis 10 Millionen € zu verzeichnen waren. Die Bandbreite von 7,5 bis 10 Millionen € wuchs am stärksten, um 5 Prozentpunkte auf 17% der Transaktionen, begleitet von einem kleineren Zuwachs in der Bandbreite von 2,5 bis 5 Millionen € (+2 Prozentpunkte auf 23%). Der Anteil der Transaktionen über 10 Millionen € ging um 6 Prozentpunkte zurück.

II Erwartete Branchenverschiebungen

Unternehmensdienstleistungen am häufigsten für erwarteten Anstieg der Transaktionsaktivität genannt

Um die erwarteten Entwicklungen zu verstehen, wurden die M&A-Berater gefragt, in welcher Branche sie den größten Anstieg bzw. Rückgang der Transaktionsaktivität für H2-2026 erwarten. Unternehmensdienstleistungen wird am häufigsten als die Branche genannt, in der die Berater einen Anstieg der Transaktionsaktivität erwarten, gefolgt von IT Service Providern und Bau- & Installationstechnik. Bei den erwarteten Rückgängen wird Automobil, Transport & Logistik am häufigsten genannt, gefolgt von Softwareentwicklung und Einzelhandel.

III Aufträge

Auftragsvolumen wächst weiter

Ein Anstieg oder Rückgang der bei den Beratungsfirmen eingegangenen Aufträge gibt Aufschluss über den erwarteten Dealflow und die Marktstimmung. 45% der Berater melden einen Anstieg der Aufträge, während 41% ein vergleichbares Volumen angeben. 14% berichten von einem Rückgang. Das Wachstum bei den Aufträgen übertrifft weiterhin die Rückgänge, was darauf hindeutet, dass die Pipeline für zukünftige Transaktionen gesund bleibt.

IV EBITDA-Multiplikatoren in DACH

Durchschnittlicher EBITDA-Multiplikator sinkt leicht auf 5,4

Der durchschnittliche EBITDA-Multiplikator über alle Branchen liegt bei 5,4 und damit 0,1 niedriger als die 5,5 in H2-2025. Bau- & Installationstechnik war die einzige Branche mit einem Zuwachs (+0,1 auf 5,0). Die meisten anderen Branchen gaben leicht nach, um 0,1 bis 0,2 Punkte, während Softwareentwicklung mit 8,9 stabil blieb und damit den höchsten Multiplikator aller Branchen aufweist.

IV EBITDA-Multiplikatoren in DACH

Streuung der Branchenmultiplikatoren spiegelt die Vielfalt der Geschäftsmodelle wider

Eine Unternehmensbewertung ist grundsätzlich unternehmensspezifisch und hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter Wachstumsaussichten, Profitabilität, Marktposition und Risikoprofil. Ein Multiplikator allein stellt keine vollständige Bewertungsmethode dar, dient jedoch als nützliche Gegenprüfung.

V Multiplikatoren im Verhältnis zur Unternehmensgröße

Unternehmensgröße bleibt entscheidender Bewertungstreiber

Die Unternehmensgröße bleibt ein zentraler Werttreiber. Für KMU in der DACH-Region ist die Quantifizierung der Small Firm Premium besonders relevant für Unternehmen mit einem EBITDA zwischen 200.000 € und 10.000.000 €.

Der durchschnittliche Multiplikator steigt kontinuierlich mit der Unternehmensgröße, von 3,9 bei Unternehmen mit 200.000 € EBITDA bis 7,0 bei Unternehmen mit 10 Millionen € EBITDA, ein Abstand von 3,1 Punkten.

VI EBITDA-Multiplikatoren in Nachbarländern

Regionale Bewertungen nähern sich dem europäischen Durchschnitt an

Die regionalen Unterschiede bei den EBITDA-Multiplikatoren verringern sich, auf Branchenebene bleiben jedoch große Unterschiede bestehen. In H1-2026 liegen vier Regionen (DACH, UK & Irland, Skandinavien, Südeuropa) bei 5,4, zwei Regionen (Frankreich, Mittel- und Osteuropa) bei 5,3 und die Niederlande bei 5,0. Die Spanne beträgt 0,4. Diese Annäherung geht einher mit zunehmender Transparenz bei Markt- und Transaktionsdaten. Trotz dieser regionalen Annäherung variieren branchenspezifische Bewertungen weiterhin erheblich nach Region.

DACH weist in vier von dreizehn Branchen die höchsten Multiplikatoren auf — Softwareentwicklung, Gesundheitswesen & Pharma, IT Service Provider, sowie (gleichauf mit den Niederlanden) Bau- & Installationstechnik.

Durchschnittlicher EBITDA-Multiplikator in Europa: 5,3

VII Bewertungslücke

Verkäufererwartungen liegen in der Hälfte aller Transaktionsprozesse zu hoch

Frühere Untersuchungen (M&A Monitor DACH, Februar 2025) ergaben, dass unrealistische Wertvorstellungen von Verkäufern nach Einschätzung der Berater der Hauptgrund für gescheiterte Transaktionen sind. Diese Ausgabe hat daher detaillierter nach dieser Bewertungslücke gefragt.

In 55% der Transaktionsprozesse geben die Berater an, dass die Wertvorstellung des Verkäufers zu hoch ist. In diesen Fällen beträgt die Abweichung zwischen der Erwartung des Verkäufers und dem realistischen Marktwert typischerweise 28%. In 32% dieser Fälle führt die Bewertungslücke letztlich zum Abbruch der Transaktion.

VIII Käuferinteresse nach Branche

Käuferinteresse zieht an

Die durchschnittliche Anzahl ernsthafter potenzieller Käufer pro Unternehmen stieg auf 8,5, gegenüber 7,9 in H1-2025. Das Interesse variiert jedoch je nach Branche: Gesundheitswesen & Pharma sowie E-Commerce & Webshops verzeichnen einen deutlichen Anstieg, während Softwareentwicklung einen Rückgang aufweist.

IX Rückblick

Stimmung tendiert positiv für H1-2026

Die Berater wurden gebeten, den KMU-M&A-Markt in H1-2026 rückblickend zu bewerten. 67% der Berater bewerteten H1-2026 positiv oder tendenziell positiv, gegenüber 33% mit einer tendenziell negativen oder negativen Einschätzung. Dies knüpft an H2-2025 an, als bereits vergleichbare 64% positiv eingestellt waren.

Optimistische Erwartungen für H2-2026

79% der Berater bezeichnen sich als optimistisch für H2-2026, gegenüber 21%, die eher pessimistisch eingestellt sind. Das Vertrauen bleibt mit Blick auf die zweite Jahreshälfte deutlich auf der positiven Seite.

X Methodik

M&A-Transaktionen in DACH finden meistens im KMU-Markt statt. Die Umfrage dieses Dealsuite M&A Monitors wurde an 496 M&A-Beratungsfirmen gesendet. Gemessen an der Anzahl der durch diese Unternehmen durchgeführten Transaktionen repräsentieren sie einen wesentlichen Teil des KMU-Marktes dar. Ein Unternehmen im DACH-KMU-Markt wird mit einem Umsatz von 1 bis 50 Millionen Euro definiert.

An dieser 16. Ausgabe des Dealsuite M&A Monitors nahmen 162 von insgesamt 496 eratungsfirmen teil, was einer Beteiligung von 33% entspricht. Sowohl die absolute Anzahl der Antworten (N) als auch der Prozentsatz der Antworten bestätigen die Repräsentativität dieser Studie.

Verwendete Quellen:

  • A total of 162 M&A advisory firms provided detailed input based on the transactions they advised on in H1-2026.
  • Dealsuite deal database (2026)
  • Dealsuite M&A Monitor research Q1-2015 t/m H2-2025.
  • Dealsuite. (2026). M&A mid-market trends report 2026.
  • Dealsuite. (2025). European Deal Terms Report.
  • Damodaran (2011). Equity Risk Premiums (ERP).
  • Harding, D., & Rovit, S. (2004). Mastering the merger: Four critical decisions that make or break the
  • deal. Harvard Business Press.
  • Bain & Company. (2023, March 28). How companies got so good at M&A.

Diese Forschung wurde von Jelle Stuij und Roos Bijvoet durchgeführt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Tim Lammar.

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